Schüleraustausch mit Lille
Eine Reise in die Geschichte und Kultur Frankreichs
Vom 18. bis zum 23. März hatten 16 Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Hanke und Herrn Berg die nordfranzösische Stadt Lille zu besuchen. Dieser Austausch war nicht nur eine bereichernde interkulturelle Erfahrung, sondern auch eine spannende Reise durch die Geschichte und Kultur der Region.
Bereits am Bahnhof Lille Europe wurden die deutschen Gäste herzlich von ihren Austauschpartnerinnen und -partnern sowie deren Familien empfangen. Die Stadt Lille, nahe der belgischen Grenze gelegen, ist eine faszinierende Mischung aus flämischer, spanischer und französischer Architektur und Geschichte. Sie gilt als das kulturelle Herz Nordfrankreichs und ist bekannt für ihre lebendige Kunstszene sowie ihre historische Altstadt.

Gleich am ersten Tag stand ein Ausflug in das nahegelegene Arras auf dem Programm. Diese Stadt, geprägt von flämischem Barockstil, beeindruckte die Gruppe besonders mit ihrem Beffroi, einem hohen, schlanken Uhrenturm, der seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Nach einer Stadtführung und dem Aufstieg auf den Turm konnten die Schülerinnen und Schüler einen wunderbaren Blick über die Region genießen.
Der Donnerstag begann mit einer spannenden Stadtrallye durch Lille, die die Jugendlichen mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt vertraut machte. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Geburtshauses von Charles de Gaulle, dem wohl bedeutendsten Staatsmann der modernen französischen Geschichte. De Gaulle, 1890 in Lille geboren, war eine Schlüsselfigur der deutsch-französischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Name ist untrennbar mit der Vision eines vereinten Europas verbunden und steht für die enge Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich, die sich auch in Schüleraustauschen wie diesem manifestiert.

Am Freitag wurde in der Partnerschule ein Projekttag zur deutsch-französischen Freundschaft veranstaltet. In gemeinsamen Spielen und Workshops reflektierten die Jugendlichen die besondere Beziehung beider Länder und erlebten hautnah, wie Sprache und Kultur Brücken zwischen Nationen bauen können. Anschließend besuchte die Gruppe das „Palais des Beaux-Arts“, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Frankreichs, das Meisterwerke von Rubens, Goya und Monet beherbergt.
Auch das Freizeitprogramm kam nicht zu kurz: Der Samstag begann mit einer fröhlichen Bowling-Runde, bevor der Rest des Tages für individuelle Unternehmungen in den Gastfamilien zur Verfügung stand. Hier konnten die Hagerhof-Schülerinnen und -Schüler das französische Alltagsleben hautnah erleben.
Am Sonntagmorgen hieß es Abschied nehmen. Über Brüssel und Köln ging es zurück nach Bad Honnef. Doch das Wiedersehen lässt nicht lange auf sich warten: Vom 13. bis 18. Mai 2025 werden die französischen Jugendlichen zu Gast am Hagerhof sein. Wir freuen uns schon darauf, ihnen unsere Schule, unsere Stadt und die deutsche Kultur näherzubringen und die neuen Freundschaften weiter zu vertiefen!
